Der Staub der Ahnen

Nach über 20 Jahren reist der Museumswärter Eusebio Ramirez wieder in die alte Heimat in der mexikanischen Provinz, um endlich seinen Frieden mit der Familie Rojas zu machen. Von den ehemaligen Freunden aus der Familie ist keiner mehr am Leben. Nur heute, am ‚Tag der Toten‘, kommen sie aus dem Jenseits, um mit den Lebenden zu feiern. Doch die Nachricht vom tragischen Tod des kleinen Benito Rojas weckt Geister der Vergangenheit, die Eusebio bald wieder in die Flucht treiben. In einem Brief versucht er Benitos Mutter Trost zu spenden: Eusebio glaubt fest daran, dass die Toten weiter existieren und erst zu Staub zerfallen, wenn sie in Vergessenheit geraten.

Stimmen

Felix Pestemer hat mit 'Der Staub der Ahnen' ein aufwendiges, beeindruckendes Werk geschaffen, welches vom Tod und von der Erinnerung erzählt, ohne in Schwermut abzugleiten. (Andreas Hartung, Der Tagesspiegel)

Vor allem grafisch weiss 'Der Staub der Ahnen' zu überzeugen. Der Wahlberliner Pestemer reizt in der Anordnung der Panel - von der klassischen Aufteilung bis zum doppelseitigen Bild - die Möglichkeiten des Comics voll aus. Und auch das Thema, das in Deutschland eher Unbehagen auslöst, wird umfassend behandelt. Der Tod ist ein Teil des Lebens. Das Wissen um die Erinnerung nimmt ihm den Stachel - nur das hierzulande dieses Wissen weitestgehend verschüttet ist. (Markus Lippold, n-tv)

Felix Pestemer ist ein guter Erzähler und hervorragender Kolorist mit ausgeprägtem Sinn fürs Detail. Üppige Arrangements sind seine Stärke, Dingensembles vor allem. Mit der gründlich recherchierten Graphic Novel 'Der Staub der Ahnen' ist dem Zeichner und Autor eine eigenständige Dokufiction voller Empathie und Ironie gelungen – und nicht zuletzt ein ungewöhnlicher Beitrag zur interkulturellen Kommunikation. (Andreas Rauth, Jitter Magazin)

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